Supernobby's Welt

en
Home | Supernobby | Computer | Spiele | 961et
Supernobby
Zu Hause
Unterwegs
   Bundesmarine
   Herzogstand
   Moskau
   Biene
   Malta
   Griechenland
   Seychellen
   Mexiko
Autos
Webcam

Urlaub auf den Seychellen, Herbst 2007

 

Ostküste von Mahé von oben Anse Lazio auf Praslin - ganz schön voll Coco de Mer Nüsse im Vallée de Mai unser Hausstrand - Grand Anse auf Praslin kleine Riesenschildkröte auf Curieuse Schildi am Strand Bus mit Fahrer ganz deutlich: BUS STOP La Digue Fuß mit Kalkstacheln Geckos gibt es viele Clock Tower in Victoria traumhaft - Anse Intendance auf Mahé Wellen bei Anse Intendance die einzige Ampelkreuzung der Seychellen zentrale Bustation in Victoria Beau Vallon Beach Victoria Karneval auf dem Weg nach Anse Major die Silhouette von Silhouette mitten im Dschungel Spinnennetz auf dem Morne Blanc endlich sieht man was, Thérèse und Conception fast wie in Mittelerde ...

Die Reise begann schon vor dem Antritt mit dem ersten Aufreger, dem Streik der Lokführer. Gerade an dem Tag, an dem wir zum Flughafen müssen, soll der Nahverkehr lahm gelegt werden. Da macht man sich doch ein paar Gedanken, wie man das Chaos vermeiden kann. Doch am Ende lief alles ganz glatt, die S-Bahn zu Flughafen fuhr und so waren wir außerordentlich pünktlich vor Ort.

Der Flug ging über Paris, wo meine nicht mehr ganz volle 150ml Tube Sonnencreme 30 verloren ging. Leider hatte ich die im Rucksack vergessen, was auch dem netten deutschen Kontrolleur schon auffiel. Er wies nur darauf hin, dass ja nur 100ml Packungen im Handgepäck erlaubt seien und ich das beim nächsten Mal besser mit dem Gepäck aufgeben soll. Der nicht so nette französische Mitarbeiter blieb dann stur und musste die Tube in den Müll werfen. Da am Reiseziel aber viel Sonne zu erwarten war und ich da etwas empfindlich bin, mussten wir also entsprechenden Ersatz beschaffen.

Nach dem Nachtflug nach Mahe mit Anschlussflug nach Praslin war erstmal ein kleines Schläfchen nötig, was bei den hohen Temperaturen nicht so einfach war. Die Klimaanlage in unserem Bungalow hätte 8 Euro pro Tag gekostet, weshalb wir uns mit dem vorhandenen Deckenventilator zufrieden gaben.

Vor der Tür hatten wir unseren nahezu privaten Strand. Grand Anse ist ewig lang, hat tollen Sand und flaches, warmes Wasser. Saisonbedingt lag nur etwas Seegras rum, was aber nicht wirklich störte. So ist eben die unberührte Natur. Nur ab und an waren da auch andere Leute im Wasser - und das ohne uns zu fragen! Also, wer mal wirklich einen entspannten Urlaub am Meer machen möchte, wo man nicht schon um 8 am Strand sein muss, um sein Handtuch zu platzieren, der sollte nach Grand Anse auf Praslin kommen.

Jedoch findet man auch entsprechend wenig touristische Infrastruktur vor. Z. B. sind Restaurants extrem rar, was nicht so gut ist, wenn die eigene Unterkunft am Wochenende kein Abendessen anbietet. So darf man nur nach vorheriger Reservierung beim Hotelrestaurant vom Britania mitessen. Bestellungen werden prinzipiell erst ab 19:30Uhr entgegen genommen, Koch- und Geschirrkapazitäten scheinen relativ beschränkt zu sein, die Bedienungen laufen mit einem recht unmotiviertem Gesichtsausdruck rum und alles dauert ewig lange. Aber immerhin, es schmeckte, Fisch-Curry kann man empfehlen. Günstiger geht es beim BRIZ Take Away, wenn man mit einheimischer Fast-Food Kultur Bekanntschaft schließen möchte. Das war auch nicht schlecht und Samstags gab es auch Live-Musik da.

Unser Hausstrand war aber nur der 2. Klasse Strand, wenn man das so sagen kann. Da gibt es noch Anse Lazio am Westende der Insel. Von Grand Anse kann man mit dem Bus fast bis dahin fahren, wenn man die Bushaltestelle findet. Zumindest die vor dem Hotel kann man leicht übersehen. Denn der auf der Straße befindliche Schriftzug BUS STOP hatte auch schon wesentlich bessere Zeiten! Die Busse der Marke TATA sind natürlich auch nicht die modernsten. Und wenn es mal über 30% Steigung hat, kommen die schon ganz schön ins schwitzen.

Anse Lazio kann sich aber ohne Frage auch sehen lassen. Blaues Wasser, tolle Wellen, warmer Sand, imposante Steine - was will man mehr. Da waren dann auch ein paar mehr Leute. Aber auch der Strand war weit davon entfernt von dem, was wir als vollen Strand bezeichnen würden. So findet da sicherlich jeder seine Palme.

Praslin ist ein exklusiver Ort auf der Welt, wo die Coco de Mer Palmen wachsen, welche den weltgrößten Pflanzensamen produzieren. Diese Nuss ist wirklich ganz schön groß und die Form überlässt dem Betrachter spekulative Freiheiten beim geistigen Vergleich mit gewissen Körperteilen. Das kann man sich für 15Euro bei einem entspannten Spatziergang durch den Urwald im Vallée-de-Mai Nationalpark ansehen.

Eines der beeindruckensten Erlebnisse war der Besuch bei den Riesenschildkröten auf der Insel Curieuse. Die Schildkröten haben diese Insel im Prinzip für sich alleine, nur mit ein paar Touristen müssen sie eben leben. Doch ganz ungelegen scheinen diese gar nicht zu kommen, denn sie mögen es offensichtlich, wenn man den Hals an der Unterseite krault. Da wird der Kopf dann ganz weit raus gestreckt und genossen - faszinierend. Einen schönen Weg durch Mangrovenwald zu einen coolen, selbstverständlich leeren Strand gibt es natürlich auch da.

Von Praslin aus kann man auch einen Ausflug nach La Digue machen, wo es angeblich die schönsten Strände der Welt gibt. Die Überfahrt kostete 20Euro pro Person hin und zurück. Der erste Eindruck von dieser Insel war eine gewisse Überfüllung. Zumindest war deutlich mehr los als in Grand Anse auf Praslin. Offensichtlich auch im Wasser, denn gleich beim ersten Badegang bin ich auf eine Seespinne oder so was gelatscht. Autsch, was war das? Also mit verhaltener Panik erstmal Hilfe finden. Es gab ja sogar ein Krankenhaus auf der Insel. Zu dem bin ich dann mit der Überzeugung, was ganz schlimmes sei passiert, auch etwas mühsam hingehumpelt. Doch dort blieben alle gelassen. Ich soll ein paar Tage Essigumschläge machen, dann heilt das von alleine. Ok, das kommt also öfter vor. Die Kalkstachel in der Haut werden vom Essig aufgelöst. Das Tier hat angeblich auch überlebt. Da konnte ich mich dann auch wieder enstpannen. Da es aber schon weh tat, sind wir gleich wieder zurück nach Praslin gefahren. Das Wetter war an dem Tag ja nicht so der Rennen :-). Wir waren dann auch noch im Praslin Krankenhaus. Diagnose und Behandlungsvorschlag wurden unabhängig bestätigt und der Arzt aus Indien hatte wenigstens seinen Spaß. Essig wurde also gekauft und es folgen ein paar entspannte Tage an unserem Strand, bevor es mit dem Schiff weiter nach Mahé ging.

Auf Mahé haben wir am Beau Vallon Bay gewohnt, der Halligalli-Gegend der Seychellen im Norden der Insel. Es waren auch mehr Leute da und man konnte auch schon ab 18:30Uhr Pizza bestellen bzw. auch zwischen Restaurants (wie das Al Mare - lecker) wählen. Unser Bungalow war leider nicht so gut. Das kann aber auch an dem vielen Mücken und den einzelnen Kakerlaken gelegen haben, die wir auf Praslin nicht hatten. Aber nein, es gibt besseres.

Der Beau Vallon Strand ist auch ganz schön, nur im Vergleich zu dem was wir auf Praslin hatten, voll. Auch wird man ständig wegen Geldwechsel oder Boottouren angequatscht. Dennoch, auch hier kann man es gerade noch so aushalten.

Am ersten Tag waren wir in Victoria, der kleinsten Hauptstadt der Welt. Immerhin 2 passable Restaurants und die einzige Ampelkreuzung weit und breit gibt es da. An dem Tag hat es auch ab und zu geregnet, weshalb die Souvenierjagt am Ende nicht so anstrengend war.

Wir haben auch einen Ausflug zur Anse Intendace gemacht. Das ist im ruhigen Süden der Insel und mit dem Bus dauert es über eine Stunde. Der Strand ist natürlich ein Traum, so gut wie leer und mit schönen großen Wellen. Man soll jedoch da nicht baden, weil die Strömung dort zu gefährlich ist. Aber ohne zu Übertreiben, auch so kann man bei Sonne und tosendem Meeresrauschen gut entspannen.

Wir hatten auch Glück, dass wir zur Zeit des Festival Kreol auf den Seychellen waren. So konnten wir uns den Victoria Karneval vor Ort ansehen. Da waren ganz schön viele Leute unterwegs und die besten Plätze wurden knapp. Aber es war schön, das zu sehen und die Stimmung war klasse.

Auf Mahé gibt es auch einige ausgewiesene Wanderwege, von dem wir wenigsten einen testen konnten. Der Essig hatte einigermaßen gewirkt und laufen ohne Schmerzen war wieder möglich. Wir sind mit dem Bus nach Belombre gefahren und zu Anse Major aufgebrochen. Das ist ein herrlicher Weg entlang der Küste, teilweise mit steilen Abhängen und tollen Ausblicken auf das blaue Meer. Da könnte man ewig laufen ... .

Und dann gibt es ja auch noch ein paar Berge auf Mahé. Der Morne Seychellois ist immerhin 905m hoch. Doch da gibt es jedoch keinen offiziellen Weg. Und so fiel die Wahl auf den Morne Blanc (667m).

Ich bin also mit dem Bus los und wollte eigentlich bis zur Teefabrik fahren, weil da in der Nähe der Weg losgeht. Mein Fehler war aber, dass ich im Bus einen Einheimischen gefragt habe, wo der Weg losgeht. Und der hat mich dann zu früh aussteigen lassen und meinte, die Teefabrik kommt gleich nach der nächsten Kurve. An dieser Stelle ging auch tatsächlich ein Weg in los. Doch das war der Falsche. Nach einer Weile fehlten sämtliche Markierungen, der Weg wurde immer unscheinlicher und irgendwann stand ich dann verlassen und alleine im Dickicht des Waldes. Wegen vieler Wolken konnte man nur erahnen, dass man am Berg vorbei läuft. Also zurück zur Straße und ich musste noch einige Kurven laufen, bis der richtige Weg mit Schild und Markierungen auftauchte. Es ging steil den Berg hinauf und bald auch wieder in den Wolken. Doch auch das war ein herrlicher Weg. Oben gibt es dichten Urwald und tiefe Spalten. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit sind Baumstämme mit grünem Moos bewachsen und Spinnennetze hängen voll mit kleinen Wassertröpfchen. Und ich komme oben an und man sieht natürlich nichts. Doch umsonst sollte die Aktion auch nicht sein. Also habe ich gewartet, gewartet und gewartet. Und dann auf einmal wie aus dem Nichts taucht die Landschaft auf und man konnte für eine kurze Zeit durch die Wolkenlöcher den Ausblick doch noch genießen.

Das war es dann auch leider schon. Noch ein Tag am Strand und es ging wieder nach Hause. Der Urlaub war wunderbar und anders als andere Zeile, die man als gesehen abhaken kann, stehen die Chancen sehr gut, dass wir irgendwann nochmal im Paradies vorbei schauen werden.

... euer Supernobby


letze Änderung: 01.05.2008 - Kontakt
© Supernobby 2004-2021, alle Rechte vorbehalten
nach oben